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2001
19. Februar: Dimitri Milinski: Sechs Jahre in Russland. Beobachtungen - Erfahrungen - Überlegungen
Für Russlands Alltag, wie ihn ein Großteil der Menschen erlebt, gilt: Leben heißt ums Überleben kämpfen. Der Referent dazu: "Diesen Satz habe ich immer wieder gehört, aber ich habe erst allmählich begriffen, was es heißt, ohne Lohn zu arbeiten, sich gegen den administrativen Triumph (Dostojewski) der Bürokratie zu wehren, unter Bedingungen der Gesetzlosigkeit zu existieren."
Aber Sankt Petersburg ist nicht nur die Hauptstadt des Verbrechens, sondern auch Russlands kulturelle Hauptstadt (Jelzin). Und die Kultur der Stadt ist nicht nur museal, sondern lebendig. Daneben gibt es auch in der Provinz Bestrebungen, regionale Besonderheiten und Traditionen zu beleben.
"Die Vergangenheit ist niemals tot. Sie ist nicht einmal vergangen" (Faulkner). Russlands unbewältigte Vergangenheit beherrscht die Gegenwart. Sankt Petersburg ist eingeschlossen vom Leningrader Gebiet. Der 7. November, der Tag der Oktoberrevolution, ist Feiertag. Der Staatssicherheitsdienst hat einen neuen Namen. Daneben findet eine Rückwendung zur vorrevolutionären Vergangenheit statt: Der doppelköpfige Adler der Zaren ist Staatswappen. Aber die Nationalhymne hat die Melodie der untergegangenen Sowjetunion.
Russlands Schicksalsfragen lauten seit mehr als einem Jahrhundert "Wer ist schuld?" (Herzen, 1845) und "Was tun?" (Tschernyschewski, 1865; Lenin, 1902). Statt einer Antwort möchte der Referent einige Überlegungen zum Verhältnis Russlands
und Europas darlegen und mit den Zuhörern erörtern.

Dmitri Milinski, geb. 1935 in Leningrad, 1942 Flucht aus Leningrad, lebt während der Schulzeit in Freising, Abitur am Dom-Gymnasium 1953, 1960 - 1970 und 1974 - 1991 Lehrer für Deutsch, Geschichte, Englisch, Russisch und Sozialkunde
am Oskar-von-Miller-Gymnasium München, 1970 - 1974 Lehrer an der Deutschen Schule Thessaloniki, 1991 - 1993 Fachberater für Deutsch als Fremdsprache in der Slowakei, 1993 - 1999 Fachberater für Deutsch als Fremdsprache in Sankt Petersburg und Nordwestrussland.
21. März 2001, OStD Hans Niedermayer: Ein Spaziergang durch die Geschichte des Dom-Gymnasiums
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Von 1984 bis 1997 war Hans Niedermayer Direktor des Dom-Gymnasiums. Nicht nur als Geschichtslehrer, sondern auch als Freund vor allem der Heimatgeschichte befasst er sich seit langem auch mit Themen der Geschichte des Dom-Gymnasiums und seinen ehemaligen Schülern. In einem Vortrag wird der ehemalige Schulleiter aus der langen Geschichte unserer traditionsreichen Anstalt erzählen. Der Referent wird dabei auf die Anfänge des Freisinger Gymnasiums ebenso eingehen wie auf die beinahe endlose Geschichte eines eigenen Gebäudes. Er möchte die wichtigsten Veränderungen unserer Schule als Institution aufzeigen und auch darauf zu sprechen kommen, wie Lehrer und Schüler den Alltag erlebten. (Photo: Achatz) |
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Achten Sie auf die gesonderte Einladung für Donnerstag, 3. Mai 2001, Säulenhalle: Franziskus-Ausstellung

Samstag, 19. Mai 2001, 10.30 Uhr Großer Musiksaal: Mitgliederversammlung
Tagesordnung:
- Verlesung des Protokolls der letzten Mitgliederversammlung durch Schriftführerin Annemarie Schmid
- Bericht des Vorsitzenden Martin Gleixner
- Kassenbericht der Schatzmeisterin Elisabeth Kuhn
- Bericht der Kassenprüfer Peter Kerschl und Annette Neumair
- Bericht des Redakteurs des Dom-Spiegels Dr. Manfred Musiol
- Sonstiges
und
Matinee
Petra Richter
Sopran
Lieder von Scarlatti und Händel
Begleitung am Cembalo: Markus Michel
anschl. Brotzeit - gemütliches Beisammensein; bei schönem Wetter im Innenhof des Dom-Gymnasiums, bei schlechtem Wetter in der Säulenhalle

Petra Richter
1991 Abitur am Dom-Gymnasium, bis 1998 Studium der Musikpädagogik an der Universität München, seit 1996 Gesangsstudium an der Musikhochschule München, seit 2000 Musiklehrerin an der Munich International School in Starnberg
Freitag, 6. Juli 2001, 15 - 20 Uhr: Sprachenfest des Dom-Gymnasiums

Diese bunten "Gesprächsfetzen" geben einen kleinen Vorgeschmack auf das Sprachenfest des Dom-Gymnasiums am 6. Juli 2001, 15 - 20 Uhr.
In unserem schönen Schulgebäude erwartet alle, die sich für Sprachen und Möglichkeiten der Erfahrung von Sprache an der Schule interessieren, ein breit gefächertes, internationales Angebot:
Theater - Musik - Quizzes (und Preise!) - Kunst (am Bau)
Comics - Videoaktion - amuse-geules - titbits - tapas
Herzliche Einladung an alle Freunde des Dom-Gymnasiums!
Das Vorbereitungsteam
P.S.: Die "Gesprächsfetzen" gibt es als Postkarten zu kaufen.

Donnerstag, 5. Juli 2001, 19.30 Uhr: Die russische Seele
Dmitri Milinski:
Der blaue Luftballon - Klassische und zeitgenössische Lyrik
Wladimir Stupitzkij:
Lieder der Garagenkultur
Beim Vortrag am 19.2.2001 erschien vielen Zuhörern das Bild, das Herr Milinski von Russland zeichnete, zu negativ. Wie passt es zusammen, dass trotz der schwierigen Verhältnisse in ihrer Heimat Russen im Ausland besonders an Heimweh leiden? Vielleicht gibt dieser Abend eine Antwort!
Milinski, ehemaliger Abiturient des Dom-Gymnasiums (1953), selbst Deutscher und Russe, Germanist und Slawist, führt in seinen Vortrag wie folgt ein: "Im Unterschied zu den großen Prosaschriften von Tolstoj, Dostojewski, Turgenew, Tschechow ist die russische Lyrik in Deutschland wenig bekannt. Aber sie ist, wie es im Vorwort zu einer neueren Anthologie heißt, "der Schlüssel zur russischen Seele". Wir dürfen dieses Wort nicht als sentimentales Klischee begreifen, sondern als die Vielfalt und Widersprüchlichkeit der Empfindungen und Sehnsüchte, der Hoffnungen und Ängste, des Glücks und der Verzweiflung der Menschen in Russland. Zwei Jahrhunderte war die Lyrik vertrauter und lebendiger Ausdruck dessen, was sie bewegte. Wir wollen einige ausgewählte Texte von Puschkin bis zum Nobelpreisträger Brodski im Original und in deutscher Nachdichtung vorstellen. Viele der bekanntesten Gedichte sind zum Teil mehrmals vertont worden. Liedermacher erfreuen sich großer Beliebtheit. Der musikalische Vortrag soll die Zuhörer unmittelbar ansprechen."
Damit sind wir schon beim musikalischen Teil des Abends:
Wladimir Stupitzkij, geb. 1970 in Winnika, Ukraine, singt russische Underground-Lieder. Diese Lieder der sog. Garagenkultur haben stilistisch eine große Breite, von der Romanze im Stil des 18. Jahrhunderts bis zum Rock. Sie sind in der Stalin-und Breschnew-Zeit als "nicht-offizielle" Kultur entstanden und waren ungeheuer verbreitet und beliebt.
Herr Stupitzkij lebt seit 1994 in Deutschland und ist mit einer Tochter von Herrn Strähhuber (Direktor des Dom-Gymnasiums) verheiratet.
Donnerstag, 25. Oktober 2001, 19:30 Uhr, Großer Musiksaal, Dom-Gymnasium
Astronomie und Physik an der Schule,
neue Wege im Rahmen der "Global Education"
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Daniel Dolinsky, Abiturjahrgang 1997 am Dom-Gymnasium, Student der technischen Physik, beschäftigt sich bereits seit seiner Kindheit mit Astronomie und Kosmologie. An der Technischen Universität München kam er in Kontakt zur Hands-On Universe Arbeitsgruppe.
Diese hat es sich zur Aufgabe gemacht, Schülern die Aufnahmen eines weltweiten Teleskopnetzwerkes zur Verfügung
zu stellen, um Ihnen die Anwendung von Mathematik undPhysik bei der Auswertung dieser Messdaten näherzubringen. Die Schüler können die Bilder mittels einer speziellen Bildverarbeitungssoftware analysieren und bearbeiten, mit anderen Schulen und Wissenschaftlern, die sich am Projekt beteiligen, per E-Mail kommunizieren, Teleskope - z.B.in Japan - vom Klassenzimmer
aus über das Internet fernsteuern oderauch auf das Projekt zurückgreifen, um z.B. Daten für eine Facharbeit aus dem Bereich der Astronomie zu gewinnen.
Während der Abendveranstaltung soll nun ein Einblick in die spannende Arbeit an diesem Projekt gewährtwerden, wobei auch anhand von vielen Bildbeispielen die Möglichkeitender heutigen Bildverarbeitung bei der Erforschung des Weltalls gezeigt werden.
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Donnerstag, 29. November 2001,19:30 Uhr, Großer Musiksaal, Dom-Gymnasium:
Portugal - Land zwischen Atlantik und Spanien
Ein Diavortrag in Überblendtechnik von Lothar Schönhärl
"O Atlantico" - ohne ihn wäre das kleine Land nie zur großen Kolonialmacht geworden; heute gilt es als wirtschaftlicher "Musterknabe" Südeuropas. Am Atlantischen Ozean liegt die kurze Südseite, die Algarve mit den schönsten Badestränden, aber auch die längere Westküste. Das Landesinnere rechtfertigt die Bezeichnung "Garten Europas", da sich zwischen den herrlichen
Gebirgslandschaften der "Serras" ein sehr fruchtbares Land erstreckt, das auch hervorragende Weine erzeugt (z.B. den berühmten Portwein aus dem Dourotal).
Wer Kulturschätze des Landes aufsuchen will, muss in die Mitte und nach Norden fahren: einen römischen Tempel, mittelalter-liche und barocke Baukunst findet man in Lissabon, Batalha und Evora, in Coimbra und Porto u.a. Das maurische
Erbe ist nicht nur in den Azulejos (Fliesenkunst) lebendig. Der Baustil der reifen Gotik gipfelt in einer portugiesischen Spezialität, der Manuelinik (um 1500), die in gewaltigen Klosteranlagen zu bewundern ist.
StD i.R. Lothar Schönhärl, Altphilologe und ehemaliger Lehrer des Dom-Gymnasiums, ist den Mitgliedern des Vereins aus vielen anderen Vorträgen, die er für den Verein gehalten hat, bekannt. Unvergessen sind die herrlichen Bilder aus dem Iran,
der Türkei, dem Jemen und Libyen

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Parkschlösschen des Weingutes Matteus |
Kirchenfestung Sao Bras in Evora |
Samstag, 15. Dezember 2001, 10.00 Uhr, Ägyptischen Staatsammlung in der Residenz, München
Führung durch die Ägyptische Sammlung in München durch StDin Annemarie Schmid
Der Verein plante zunächst für den. Jahresanfang 2002 eine Führung durch die Ägyptische Sammlung. Vom 17. 10. 2001 bis 6.1.2002 ist nun in der Ägyptischen Sammlung die Ausstellung "Das Geheimis des goldenen Sarges" über Pharao
Echnaton und das Ende der Amarnazeit zu sehen (siehe beiliegendes Faltblatt!). Damit die Teilnehmer unserer Veranstaltung, welche nur die Dauerausstellung betrifft, gleichzeitig die dies Sonderausstellung besuchen können, haben wir die Führung von Frau StD i.R. Annemarie Schmid vorgezogen.
Das Alte Ägypten übt seit vielen Jahren eine große Faszination auf die Europäer aus. Viel besuchte Ausstellungen haben es seit den 70-er Jahren zudem populär gemacht. Wir sind in der glücklichen Lage, in unserer Nähe, in München, eine bedeutende Sammlung ägyptischer Kunstwerke aus allen Epochen zu besitzen.
In den repräsentativen Räumen der Residenz wird nicht in erster Linie Kulturgeschichte, werden nicht Gegenstände des täglichen Lebens gezeigt. Das Ägyptische Museum konzentriert sich auf die Präsentation ägyptischer Kunst. Mit ihren ausgesucht hochrangigen Objekten gilt die Münchner Sammlung als Kleinod unter den ägyptischen Museen der Welt.
Frau Schmid wird dabei auch über die altägyptische Götterwelt, die Jenseitsvorstellungen und den Totenkult und über die Geschichte der Amarnazeit referieren. Anschließend besteht die Möglichkeit, die Sonderausstellung zu besuchen.
Frau Annemarie Schmid, ehemalige Schülerin des Dom-Gymnasiums, war 33 Jahre als Geschichtslehrerin (GDEk) am Dom-Gymnasium tätig. Seit 1978 führte sie alljährlich Klassen im Rahmen des Geschichtsunterrichts durch die Ägyptische Sammlung. Seit ihrer Pensionierung im Sommer 2000 studiert sie Ägyptologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
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