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2006
Dienstag, 7. November 2006, 19 Uhr, Großer Musiksaal des Dom-Gymnasiums
Wolfgang G. Illinger: Jallajalla! - der wilde Süden. Mit dem Fahrrad von Freising nach Thessaloniki
Nach zwei Touren in den Nordosten Europas zog es die Illinger-Brüder diesmal in wärmere Gefilde: Mit dem Fahrrad brachen sie von Freising auf nach Österreich, folgten einige Tage der Donau und durchquerten Ungarn. In Rumänien führte die Route durch das Banater Bergland hinaus in die Weiten der Walachei. Nach einer weiteren Begegnung mit der Donau folgten sie in Bulgarien
dem Iskar, durchquerten die Hauptstadt Sofia und wendeten sich dann nach Süden und erreichten nach 2.100 km Thessaloniki.
Wolfgang Illinger berichtet in einem unkonventionellen Diavortrag mit zwei Projektionen von den Eindrücken und Erlebnissen dieser Fahrradtour durch sechs Länder.
Der Eintritt ist frei. Die Freunde des Dom-Gymnasiums laden alle Interessierten sehr herzlich zu dieser Veranstaltung ein.
Donnerstag, 11. Mai 2006, 19.30 Uhr, Großer Musiksaal des Dom-Gymnasiums
Prof. Wilfried Stroh: Weltsprache Latein - Lateinstadt Freising
Nach allem, was wir wissen, ist Latein die (bisher) erfolgreichste Sprache der Weltgeschichte. Mehr als anderthalb
Jahrtausende hindurch war es weltweit die selbstverständliche Kommunikationssprache aller Gebildeten; auch heute lebt es weiter. Nicht nur in den vom Gymnasialunterricht betreuten lateinischen Klassikern, sondern vor allem auch in den romanischen Sprachen, der Wissenschaftsterminologie und - als lebendig praktizierte Sprache - auf Kongressen, in Zeitschriften und im Internet (world wide web - tela totius terrae). Beruht dieser Welterfolg der einst unbedeutenden Regionalsprache von Latium nur auf der Gewalt der römischen Waffen, die ein Weltreich erobert haben? Oder auf einer geistigen Leistung der Römer? Oder auf einer Kraft der Sprache selber? Dies soll bei einem Durchgang durch die Weltgeschichte des Lateinischen diskutiert werden, wobei nicht vergessen werden kann, welche bedeutende Rolle Freising (Frisinga Latinissima) ein Jahrtausend lang bei der
Ausbreitung und Pflege lateinischer Sprachkultur gespielt hat. Es ist kein Zufall, dass noch Thomas Mann, als er einen humanistisch frommen Lateiner suchte, um ihm die Lebensgeschichte seines "Doktor Faustus" in die Feder zu legen, auf Serenus Zeitblom verfiel, einen Studienrat vom Domberg (Mons Doctus).
Der Verein der Freunde des Dom-Gymnasiums lädt alle Interessierten herzlich ein. Der Eintritt ist frei.
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