Das Magazin „Dom Spiegel”

Der Dom-Spiegel ist das jährliche Mitteilungsblatt des Vereins für seine Mitglieder und Interessierte. Unter der Schriftleitung von Stephanie Rebbe-Gnädinger informiert er über interessante Neuerungen an der Schule und bietet Ehemaligen wie Aktiven eine Plattform, über Stationen ihres Lebens, interessante Reisen, berufliche Herausforderungen oder wissenschaftliche Arbeiten zu berichten.

Aktuelle Ausgabe 2025

Liebe Leserin, lieber Leser!

 

Eine stilisierte Pflanze vor rotem Hintergrund ziert das Titelblatt des diesjährigen Dom-Spiegels. Ein kräftiger Stängel, zwei Blätter, die nahezu symmetrisch angeordnet sind. Ob die Blüte bereits geöffnet ist? Die leuchtend warmen Farben wecken Freude, pure Energie. In das Rot des Rechtecks mischt sich Schwarz, das sich weiter ausbreitet – hinein in das vertikale breite Band. Es ist Nacht, in der Feuerfunken aufwärts stieben. Gelb-orangefarbene Tafeln begrenzen den Feuerstrom. Rechtes Ufer, linkes Ufer. Auf den Tafeln: Ähren, die scheinbar nach oben fliegen. Materialien werden gemischt: Stoff und Leinwand. Mit der Mischung wird gespielt: Nicht das, was stofflich wirkt, ist Stoff. Nicht das, was gemalt wirkt, ist eine Leinwand. Ines Baumer, ehemalige Lehrerin für Kunst und Englisch am Dom-Gym nasium, hat ihr Werk „Audienz“ genannt. Jedoch: Passt der Titel zum Thema „Ehrenamt“, das in dieser Ausgabe im Fokus steht? Das Latein-Wörterbuch verrät: „Audire“ bedeutet „hören“ und „au dientia“ „aufmerksames Anhören“. Eine „Audienz“ gewähren meint: seine Aufmerksamkeit auf diejenigen zu richten, die man empfängt. Ehrenamt meint: seine Aufmerksamkeit auf diejenigen zu richten, für die man sich engagiert. Ein solches „aufmerksames Anhören“ bzw. Zuhören weckt Freude, pure Energie. Ehrenamtlich tätig sein ist wie pflanzen und säen. Die Saat braucht Wärme, Wasser, Luft und Licht, um zu keimen und zu wachsen. Bis sie eine Pflanze geworden ist. Es braucht Geduld. Warten können, bis die Pflanze blüht. Ist das nicht auch so im Ehrenamt? Nicht immer ist erkennbar, was der Einsatz bringt. Oftmals zeigen sich die Früchte erst viel später. In dieser Ausgabe berichten Ehemalige, Freundinnen und Freunde des Dom-Gymnasiums über ihr Ehrenamt. Weitere ergänzen durch ihre Beiträge die anderen Rubriken. Ihnen allen sei herzlich gedankt! Ebenso danke ich den Mitstreiterinnen und Mitstreitern in der Redaktion des Dom-Spiegels für die – wie immer – tatkräftige Unterstützung. Wie schön, mit Denise Dejon (Absolvia 2012) ein neues Mitglied in der Redaktion begrüßen zu können. Ein besonderes Dankeschön gilt Amalia Gutmann: Es hat Spaß gemacht, gemeinsam das Layout „upzugraden“! Ohne ehrenamtliches Engagement gäbe es den Dom-Spiegel nicht! Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, wünsche ich eine anregende Lektüre – und ein reiches „Ährenlesen“!

 

Stephanie Rebbe-Gnädinger


Gesammelte Ausgaben des Dom Spiegels

Dom-Spiegel 2024

 

Monumental wirkt die zu einer lockeren Faust gemachte Hand, der Unterarm ausschnitthaft von oben nach unten sich ins Bild schiebend. In dem grünen Ärmel steckt die Karte eines Kartenspiels. Ein Ass. In kräftigem Orange, zentral platziert, sticht sie dem Betrachtenden sofort ins Auge. Der Hintergrund ist senfgelb. Die Hand in Hauttönen „gemalt“. Die Finger, der Faltenwurf des Ärmels, die Ass-Symbole konturiert mit einer feinen Linie in bläulichem Violett. Es ist die nach außen gedrehte Innenseite eines Unterarms, die Amalia Gutmann, Absolvia 2018, in der Grafik gestaltet hat und mit der sie uns gleichsam zu Verbündeten einer Kartenspielerin oder eines Kartenspielers macht: einen Trumpf im Ärmel bereithalten, ihn – überraschend für die anderen Spielerinnen und Spieler – ausspielen und so bestenfalls das Spiel für sich entscheiden. Die Übertragung eines Details in ein XXXL-Format, die Wahl kräftig leuchtender, flächiger Farben enthalten eine Hinwendung zur Abstraktion. Diese erlaubt, der grafischen Umsetzung einer Redensart eine auf die Gegenwart übertragbare Aussage zu entlocken, ohne dabei das betrügerische Element des Kartentricks mit aufzugreifen. Das Fach Informatik, welches in dieser Ausgabe des Dom-Spiegels im Fokus steht, ist vielleicht so etwas wie das „Ass im Ärmel“, um junge Menschen fit zu machen für die Herausforderungen einer digitalisierten Welt. Im LehrplanPLUS des neunjährigen Gymnasiums in Bayern erhält das Fach – im Vergleich zu früher – mehr Gewicht. Vielleicht bedauern Sie, liebe Leserin und lieber Leser, nicht mehr Wissen in Informatik während Ihrer eigenen Schulzeit erworben zu haben. Doch solch ein Manko ist kein unüberwindbares Hindernis dafür, in diesem Fach später einmal Fuß zu fassen – in Studium und Beruf, in Wissenschaft und Forschung. Das beweisen eindrucksvoll die Berichte der Ehemaligen in der aktuellen Ausgabe. Wer das Titelbild des Dom-Spiegels 2024 genauer betrachtet, entdeckt, dass es nicht nur eine Spielkarte gibt. Die zwei Ass-Symbole links oben und rechts unten machen das Titelblatt selbst zu einer Spielkarte. Und damit den Dom-Spiegel vielleicht zu einem „Ass im Ärmel“?!  unser beider achten gemeinsamen Ausgabe sich in der Reihe der Werkstattgespräche vorstellt. 

 

Dom-Spiegel 2023

 

Das Titelbild des Dom-Spiegels ist eine Detailaufnahme aus der Installation „Die Aufstellung“ der Künstlerin, Kuratorin, Autorin und Bühnenbildnerin Rebekka Bauer (Absolvia 2010) im Freisinger Schafhof aus dem Jahr 2023. Rosafarbene Borde dringen von einem Zentrum aus in unterschiedlichen Höhen und Richtungen in den Raum. Darauf platziert sind skurril anmutende Artefakte aus Messing – 550 an der Zahl. Sie nehmen nach außen hin die Funktion eines Kerzenhalters ein, ohne dass auf ihnen jemals eine Kerze entzündet worden wäre. Nüchterne, verzinkte Rohre als Regalstützen kontrastieren mit den wertigen Objekten.

Im Vordergrund zwei Fotografien. Die rechte Fotografie zeigt Rebekka Bauer als Kind beim vorösterlichen Eier-Bemalen. Die linke Fotografie stammt aus dem Nachlass des Großvaters der Künstlerin. Er hatte - als Wehrmachtssoldat während der NS-Zeit - Fotografien von Soldaten der Wehrmacht in einem Umschlag mit der Aufschrift „Kriegsbilder“ aufbewahrt.

Rebekka Bauer unterzieht die Wehrmachtsfotos einer eigenen künstlerischen Bearbeitung. Sie vergrößert Details daraus, löst sie aus der Fotografie heraus und überführt sie in eine neue Bildrealität – Gebrauchsspuren wie Kratzer an der Oberfläche nicht wegretuschierend.

Was verbindet Metallobjekte, Kriegsfoto und Familienfoto miteinander? Es ist u.a. die bei dem Kind zu beobachtende Konzentration bei der Bearbeitung, die vermutlich auch dem Großvater zu eigen war: der als Schlosser Restmaterialien aus Werkstätten, von Baustellen und Schrottplätzen sammelte und in der Kellerwerkstatt des Familienhauses in Freising zu neuen Objekten zusammensetzte. Und die Grundform auf immer neue Weise variierte.

Rebekka Bauer geht von den Besonderheiten der Räume aus, in denen sie ausstellt. Sie nimmt Elemente daraus auf oder bricht mit ihnen. Der jeweilige Ausstellungsraum verstärkt die jeweilige Wirkung ihrer Arbeit.

 


Dom-Spiegel 2022

Drei Lachmöwen fliegen durch das Bild. Sie tragen ihr Winterkleid: weißes Körpergefieder mit hellgrauen Flügeldecken und einer schwarzen Binde an den Flügelspitzen. Wo Dieter Hammer, Kunstlehrer am Dom-Gymnasium, die Lachmöwen wohl gesehen hat? Nicht an der Meeresküste, sondern dort, wo sie im Winter häufig sind: an Gewässern in der Großstadt. In München. Am Nymphenburger Schlosskanal. Kurz vor dem Schneegewitter.

Mensch und Möwe sind sich in einer Hinsicht ähnlich: Sie verdanken ihren evolutionären Erfolg ihrem intelligenten und anpassungsfähigen Wesen. Mutig machen sie das Beste aus den Lebensbedingungen, die ihnen gegeben sind.

Aus den gegebenen Lebensbedingungen das Beste machen – dazu befähigt auch die Psychologie. Sie hilft, in der Außenwelt die Innenwelt aufzuspüren. Den Blick auf innerpsychische Vorgänge zu richten, die nur zum Teil vollständig zu ergründen sind. Ein Rest an Geheimnis bleibt. Die diesjährige Ausgabe des Dom-Spiegels ermöglicht Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, auf Entdeckungstour zu gehen rund um das Fach Psychologie, verbunden mit dem Wunsch, dass Sie - ausgestattet mit dem Möwenblick - für Sie Interessantes, „Möwenfutter“, finden.



Dom-Spiegel 2021

Blütenblätter, Lichtmikroskopie von Zellen, Schaum. Italienischer roter Marmor im Bodenmuster des Freisinger Mariendoms. Ich weiß nicht, welche Assoziationen das Titelbild „Seifenblasen SB VIII/22d“ in Ihnen weckt. Elisabeth Seitzl, Absolvia 1976, hat mit ihrer von ihr selbst entwickelten Seifenblasenmaltechnik Farbe aufs Papier gebracht.

Diese Ausgabe des Dom-Spiegels lädt Sie ein zu einer Entdeckungsreise jenseits alltäglicher Oberflächlichkeiten, zum Erkunden tiefer liegender Schichten menschlichen Daseins, zu einer Auseinandersetzung mit existentiellen Fragen aus der Perspektive von Philosophie, Ethik und Religion. Dass dabei „wärmende Tiefen“ und „bergende Schluchten“ ebenso zur Sprache kommen wie „dunkle Winkel“ und „Abgründe“ verdankt sich den Schreiberinnen und Schreibern der vielfältigen Beiträge, die das Interesse wecken, den durch sie gelegten Lichtstreifen zu folgen und Einblicke zu gewinnen in Bereiche, die sonst vielleicht verschlossen blieben.

 

Stephanie Rebbe-Gnädinger



Dom-Spiegel 2020

Das Titelbild des Dom-Spiegels zeigt kein digitales Tool zur Umsetzung der Maßnahmen des Social Distancing während der Covid-19-Pandemie. Es handelt sich vielmehr um einen Ausschnitt aus der interaktiven Kunstinstallation „Meeting in urban space“ aus dem Jahr 2010 von Joachim Steven, Referendar am Dom-Gymnasium im Schuljahr 2019/20. Der Künstler wollte die zunehmende soziale Entfremdung im öffentlichen Raum thematisieren, durch „Links“ aufheben und Individuen miteinander vernetzen.
Die verordnete Distanz zwischen Individuen aus Gründen des Infektionsschutzes war bei der Entstehung der Kunstinstallation nicht existent. Unverändert aktuell ist die Frage, die in weißer Farbe auf dem leicht abschüssigen, autofreien Platz zu entdecken ist: „Was verbindet uns?“
Im Falle des Dom-Spiegels ist es das Dom-Gymnasium, das die Autoren- und Leserschaft miteinander verbindet. Dass es wiederum eine so „runde“ Ausgabe geworden ist, verdankt sich allen Beitragenden, deren Verbundenheit zum Dom-Gymnasium durch die Bereitschaft zur Mitarbeit zum Ausdruck kommt. Ihnen sei an dieser Stelle sehr herzlich gedankt!

 

Stephanie Rebbe-Gnädinger



Dom Spiegel 2019

Die Fotografie von Saskia Groneberg auf dem Titelblatt dieser Ausgabe des Dom-Spiegels zeichnet sich aus durch eine Auf- und Abwärtsbewegung, die auf den Betrachter eine reizvolle Wirkung ausübt. Links die Ablagefächer, die in Anbetracht ihrer Gitterstruktur Leichtigkeit und Durchlässigkeit verheißen. Dieser Eindruck wird jedoch sofort getrübt: Aktenberge! Lose Blätter, Broschüren, Kartenmaterial und Pappumschläge stapeln sich aufeinander und erwecken den Eindruck, dort bloß abgelegt worden zu sein, um irgendwann wieder weiter bearbeitet zu werden. Der Bildausschnitt suggeriert eine nach oben hin fortgesetzte Aufhängung, die vor allem eines deutlich macht:
,,Uff, es gibt unend­lich viel zu tun!"

 

Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, wünsche ich mit dem Dom-Spiegel 2019 viel Freude sowie einen „Wasserfall" an erfrischenden Impressionen!

 

Stephanie Rebbe-Gnädinger



Dom Spiegel 2018

Dass die Ausgabe so bunt und vielfal­tig geworden ist, verdankt sich allen Beiträgerinnen und Beiträgern! Berichte über die eigenen Schuljahre am Dom-Gymnasium aus unter­schiedlichen Zeiten und Perspektiven, Berichte über einschneidende ge­schichtliche Ereignisse im regionalen und überregionalen Kontext, Berichte über politisches und pädagogisches Nachdenken im Geschichts- und So­zialkundeunterricht sowie im Beruf und Ehrenamt - all das findet sich im vorliegenden Dom-Spiegel.

 

Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, wünsche ich viel Freude mit dem Dom-Spiegel 2018!

 

Stephanie Rebbe-Gnädinger



Dom Spiegel 2017

Die Papiercollage von Julia Beer (Absolvia 2002) auf dem Titelblatt versinnbildlicht das Anliegen, das meine Vorgänger in der Schriftleitung des Dom-Spiegels - Peter Waltner, Dr. Manfred Musiol und Martin Gleixner - mit der Vereinszeitschrift verbunden haben, und das auch meines ist:
Es gibt einen Punkt im Zentrum des Bildes, radiale Achsen, an denen sich die Farbfelder aufspannen. Die Form wird in Segmente zerlegt, bleibt jedoch im Ganzen als Umriss erkennbar. Die einzelnen Segmente leben durch Hell-Dunkel-Kontraste. Mittelpunkt des Dom-Spiegels bildet das Dom-Gymnasium, auf das sich alle Beiträge wie Facetten beziehen. Kennzeichnend ist die bunte Mischung aus Erinnerungs- und Erfahrungsberichten, fachspezifischen Beiträgen, Buchbesprechungen und Würdigungen von Persönlichkeiten, die am Dom-Gymnasium gelernt und bzw. oder gelehrt haben.

 

Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, wünsche ich viel Freude mit dem Dom-Spiegel 2017!

 

Stephanie Rebbe-Gnädinger



Freunde des Dom-Gymnasiums Freising e.V.

Domberg 3-5 | 85354 Freising
Telefon: 0151 72919363

 

 

E-Mail: vorsitzender(at)das-dom.de

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